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Experimentelle bewusstseinserweiternde Drogen

Am diesjährigen Kongress der Schweizerischen Kopfwehgesellschaft SKG unter dem Vorsitz von Dr. Peter Myers aus Genf war auch Platz für exotische Themen. Der Anthropologe Jeremy Narby referierte unter anderem über die Verwendung von halluzinogenen Stoffen im Amazonasgebiet.

Jeremy Narby, ein sehr berühmter Anthropologe, bekannt für seine Studien über die Ureinwohner des peruanischen Amazonasgebietes, erzählte eine detaillierte GHalluzination 400eschichte über die Verwendung von Ayahuasca, einem Pflanzensud aus Lianen, durch diese Menschen erzählt. Ayahuasca wird traditionell zusammen mit anderen Pflanzen wie Tabak, Kokablättern verwendet, um eine spezifische Wirkung zu erzielen. Das Ayahuasca ist ein Gebräu mit psychedelischer Wirkung (Halluzinationen, «Tripp»), das es den Probanden ermöglicht, seine Probleme unter der Anleitung eines Schamanen zu sehen und zu lösen. Auf wissenschaftlicher Grundlage wirken diese Verbindungen auf den «Standardmodus» der Gehirnaktivitäten.

 Vom Regenwald in die Forschung

Diese Wirkungen werden jetzt weltweit unter Verwendung von Psilocybin und LSD und unter sehr strenger medizinischer Kontrolle untersucht. Psychedelische Substanzen können natürlich begleitende körperliche (z.B. Übelkeit) und psychische (Ängste) Wirkungen hervorrufen, weil Gehrin und Körper mit dem verstärkten, ungefilterten Einströmen von Eindrücken nicht zurechtkommen.
Die Neuheit besteht darin, dass diese Verbindungen der Anfang einer neuen Art und Weise sein könnten, massgeschneiderte Behandlungen je nach der Krankheit, die bekämpft wird, in Betracht zu ziehen. In dieser Hinsicht sollten diese Substanzen eigentlich nicht von bipolaren, depressiven oder schizophrenen Patienten verwendet werden.

Cannabis bei Kopfschmerzen

In Bezug auf Cannabinoide wurde auf einen möglichen Einsatz solcher Verbindungen bei verschiedenen Symptomen wie Angst, Schlaf und Spastizität hingewiesen. Gegenwärtig gibt es nicht genügend Evidenz aus gut gestalteten klinischen Studien, um die Verwendung von Cannabis bei Kopfschmerzen zu unterstützen, aber es gibt genügend Einzelberichte und Zwischenergebnisse sowie plausible neurobiologische Mechanismen, um geeignet gestaltete klinische Studien zu rechtfertigen. Solche Studien sind notwendig, um die Kurz- und Langzeitwirksamkeit für bestimmte Kopfschmerztypen, die Vereinbarkeit mit bestehenden Behandlungen, optimale Anwendungsformen sowie potenzielle Risiken zu bestimmen.

 

Bildquelle AdobeStock/Sangoiri

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